Seit einigen Wochen arbeite ich mit Mambo. Kein Tanz sondern eine Open Source CMS. CMS = Content Management System, ermöglicht es Content, also Inhalte in ein vorgegebenes Layout im Internet einzugeben. Natürlich auch ins Extranet oder Intranet. Open Source = der Programmcode ist frei zugänglich und kann weiterentwickelt werden. Grundlage dafür ist die sogenannte GNU (mehr dazu unter http://www.gnu.org ) Gegensatz dazu: z.B. Microsofts Word, hier muss die Software gekauft werden und sie darf nur von Microsoft selbst weiterentwickelt werden. Die Brauchbarkeit der einzelnen Module ist unterschiedlich. Die größte Herausforderung ist aber die Infostruktur: Wie bereiten wir die Inhalte verständlich und internetgerecht auf, so dass sowohl der User / die Userin, als auch wir sie wiederfinden? Wir arbeiten gerade mit dem Forum für politische Bildung Steiermark an der Neugestaltung ihrer Site mit Mambo. Hier kann man unsere Arbeit mitverfolgen: http://www.gesellschaftspolitik.at In diesem Weblog kommen sicher noch einige Beiträge zu diesem Thema :-)
Ich habe am gestern im Rahmen der "European Conference of Creative Communications" an einem sehr informativen Workshop teilgenommen: "Innovative Internetportale" von Mag. Paul Blazek, Head of Consulting & Concept bei Nofrontiere Design GmbH in Wien. Diese Agentur ist eine der bekanntesten in Österreich. http://www.nofrontiere.com Die Erkenntnisse werde ich in einigen Einträgen zusammenfassen, hier einmal ein ganz wichtiger: Im Internet wird fast nicht gelesen. Diese Tatsache ist bekannt. Einer der wichtigsten Gründe dafür: Das Licht vom Bildschirm strahlt zurück, daher wird es für die Augen anstrengender, zu lesen. Man liest um ca. 1/3 langsamer als vom Papier. Daher findet man auch wenig lange Texte direkt auf den Seiten online sondern vorwiegend im Downloadbereich (z.B. als pdf In der Zeit der Informationsüberflutung geht der Trend also weg vom Lesen hin zum sogenannten "Scannen", wo man ca. 50% der Information wahrnimmt. In letzter Zeit spricht man sogar eher noch vom "Skimmen", wobei nur 5 – 20% der Information wahrgenommen werden! Die meisten User und Userinnen, vor allem die Vielnutzer des Internet suchen ihre Info so im Internet: 1. sie skimmen zuerst die Inhalte nach einem für sie interessanten Begriff oder Wortgruppe 2. sie scannen diesen Abschnitt der Webseite und wenn es genau das ist, was sie gesucht haben dann kommt 3. sie lesen, was da steht Fazit für uns InternetgestalterInnen: Wir müssen genau wissen, was die Menschen auf unserer Website suchen und es ihnen mit diesen Worten anbieten, mit denen sie es suchen!!!